Selbstständig machen: Wichtige Voraussetzungen, kompetente Marketing Tipps sowie Checkliste für einen erfolgreichen Start!

Gewerbe An- und Abmeldungen 2021

Laut öffentlichen Quellen wie z.B. Statistikportal, gab es im Jahr 2021 bundesweit 704.949 Gewerbeanmeldungen (Stand 03.03.2022). Dem gegenüber gab es 538.793 Abmeldungen. Existenzgründer, welche in Vollzeit selbstständig sind, machen einen Anteil von ca. 25% aus.

In unserem Fachartikel erklären wir Ihnen wichtige Voraussetzungen und geben Tipps zur Fehlervermeidung für einen optimalen Start in die Selbstständigkeit. Grundlegende Standards wie Wahl der Unternehmensform oder Businessplan Inhalte, lesen Sie in unserem Blog-Artikel Startup gründen. Des Weiteren richten sich die Informationen primär an (Solo-)Selbstständige mit Kleingewerbe.

 

Selbstständig machen allgemein

Wann ist die richtige Zeit, um sich selbstständig zu machen?
Antwort: Es gibt fast nie den perfekten Zeitpunkt (vgl. Wann sollte man ein Kind bekommen?)! Natürlich sind finanzielle Mittel, Knowhow und Geschäftsidee wichtige Basics für einen gelingenden Start. Aber nicht jeder ist für die Selbständigkeit geschaffen, wie z.B. für Übernahme von Verantwortung, Verkauf & Vertrieb oder Verwaltung & Organisation.

Google Suchergebnisse für Selbstständig machen 2022Selbstständig machen kann sich heutzutage de facto jeder, unabhängig von Kompetenzen bzw. Bildungsweg. Faktoren wie die Corona-Krise, zahlreiche (Online-)Coaches oder gratis (YouTube-)Tutorials befeuern bei vielen den Wunsch nach einer Selbstständigkeit. Zudem erhält man (vermeintlich) alle nötigen Informationen gratis im Internet. Wenn dann noch die „Schulterklopfer“ bzw. Freunde und Familie einen bestärken, wächst der Wunsch nach der praktischen Umsetzung.

Doch erfolgreich selbstständig machen bedeutet mehr als sich bei Google zu informieren oder ein Coaching Wochenendseminar zu besuchen. Viele träumen davon, nebenher etwas Geld zu verdienen. Möglichst schnell, einfach und maximal wenig an Zeit sowie Kapital investieren. Dementsprechend scheitern 80-90% der Gründer in den ersten drei bis fünf Jahren. Die Gründe dafür, unabhängig ob Nebenverdienst oder Haupteinkünfte, sind vielfältig, aber wiederholen sich meistens.

 

Sieben häufige Gründerfehler

Selbstständig machen unterliegt oftmals mehr einer Phantasie, als einer wirklichen Geschäftsidee. Anfallende Aufgaben wie Verwaltung, Kundengespräche oder Networking werden nicht selten komplett ignoriert. Zudem steht häufig die Idee im Vordergrund und nicht die Kundenbedürfnisse.

So träumen viele davon, sich endlich selbstständig zu machen, um Geld (nebenher) zu verdienen und sich ihrer wahren Leidenschaft zu widmen. Manche sehen darin auch die Möglichkeit, sich von ihrem Arbeitsleben abzulenken (mehr Selbstverwirklichung) ohne großes bzw. finanzielles Risiko. Deshalb unterlaufen gerne klassische Fehler beim selbstständig machen.

 

Naiver Start & falsche Illusionen

Wahrscheinlichen kennen Sie solche Aussagen:

  • „Ich dachte, ich erstelle eine Webseite / einen Webshop und verdiene ganz leicht Geld.“
  • „Ich habe so viel Geld investiert in Tutorials, Coaches oder Agenturen und nichts passiert.“
  • „Investitionen in (Social-Media-)Ads / Anbieterportale, haben mir mal gar nichts gebracht.“
  • „Alle sagen mir, wie toll meine Angebote sind, empfehlen mich weiter, aber es kommt nichts rein.“
  • „Dabei bin ich gut, mache alles so, wie man es mir gesagt hat, aber es kommen keine Aufträge.“

So etwas hört man häufig von Gründern, die am Scheideweg stehen. Hier liegt die Schuld oftmals nicht bei anderen, sondern bei einem selbst, weil man schlicht naiv gestartet ist.
Viele wissen schlicht nicht, was sie nicht wissen! Unsaubere Vorbereitung, fehlender Geschäftssinn oder falsche Einschätzung in die Kompetenz (von Externen) sind die Klassiker.

Naiver Start bedeutet u.a. sich die Expertise und Motivation von Freunden, Bekannten zu besorgen, die meistens fachfremd sind. Diese meinen es zwar gut, sind aber selten eine Hilfe oder spätere Kunden. Es ist vergleichbar mit Scheitern am gelingenden Selbstmarketing, wenn man „nur Wohlgesonnene“ (ohne Fachknowhow) um eine Einschätzung bzw. Hilfe bittet.
Genauso ist es naiv, essentielle Dinge wie Webseiten-, Logo- oder Printmedien Erstellung selbst in die Hand zu nehmen (ohne Ausbildung + Erfahrung). Auch die „Günstig-Lösung“, sind keine (langfristige) Alternative. Hierbei spielen besonders Professionalität (Wahrnehmung) & Opportunitätskosten (Zeit & Geld Verschwendung) eine wichtige Rolle.

Falsche Illusion: Vergleichen Sie sich nicht mit anderen, die es (vermeintlich) geschafft haben. Besonders dann nicht, wenn diese mit materiellen Dingen protzen und ihre Erfolgsmethoden zum Kauf anbieten. Wenn alle die gleichen Ansätze und Methoden wählen (Massenabfertigung), sind Sie nur einer unter vielen und gewiss nicht besonders. Man muss sich empathisch in seine Zielgruppe hineinversetzen und im Kopf haben, dass man Sie noch nicht kennt. Dann merken Sie auch, dass erfolgreiche Positionierung eine langfristige Sache ist und viel Arbeit.

 

Fehlende Markt- und Potenzialanalyse

Besonders Existenzgründer mit Kleinbetrieben, können ihre Produkte oder Dienstleistungen nicht neu erfinden. Insofern muss man eine Alternative sein, preisgünstiger oder qualitativ besser, um seinen Kunden einen sichtbaren USP bzw. Mehrwert zu bieten. Im Regelfall gibt es also schon eine Vielzahl an (regionalen) Mitbewerbern, gegen die man antritt und konkurrieren muss. Infolgedessen muss sich Ihre Leistung / Angebot positiv abheben und zudem bester Kundenservice gewährleistet sein.

Lassen Sie sich nicht von anderen (Pseudo-)Erfolgreichen inspirieren. Unabhängig davon, ob andere es tatsächlich geschafft haben, Sie müssen auf sich schauen. Deshalb müssen Sie Ihre Angebote, den Markt sowie Konkurrenz (lokal / bundesweit) genau analysieren und nicht einfach blauäugig starten. Dafür sind Google Recherchen hilfreich, aber beispielsweise auch ein persönliches Abfahren der näheren Umgebung (Zielgruppe & Konkurrenz im Umkreis von ca. 25km).

 

Billiges Logo, CI & CD

Unabhängig davon, wie groß bzw. umfangreich Ihre Selbstständigkeit wird, ein professionelles Logo + CI & CD sind Pflicht. Dabei gibt es grundlegende Qualitätsanforderungen, aber keinen allgemeinen Stil bzw. Bauplan. Viele nehmen sich jedoch nicht die nötige Zeit und kreieren spontan etwas, kaufen ein vorgefertigtes Logo oder lassen es sich schnell & günstig erstellen. 

Ein Logo ist u.a. zeitlos, weckt Assoziationen sowie Botschaften und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Deshalb muss es sorgsam durchdacht und authentisch sein. Des Weiteren muss es auf allen (Ober-)Flächen bzw. Kanälen (on- und offline) gut erkennbar sein, weshalb Sie von Word-, Paint- oder PowerPoint Formaten zwingend absehen müssen (Vektor / EPS-Datei).

Natürlich gibt es auch den Fall einer Übernahme bzw. Fortführung eines Kleinbetriebs. Auch dann müssen Sie alles auf den Prüfstein stellen, weil selbst ein gut laufender Betrieb immer wieder (innovative) Veränderungen benötigt. Vielleicht nicht das Logo, aber z.B. Geschäftsausstattung, Webseite oder Slogan.

 

Schlechtes (Online-)Marketing

Selbst wenn Ihre Produkte bzw. (Dienst-)Leistungen einzigartig sind, als neuer Anbieter muss man Sie finden bzw. kennen(lernen). Die „Sichtbarkeit“ ist hier entscheidend. So müssen Sie Ihre relevante Zielgruppe (online) erreichen, überzeugen und bestenfalls begeistern. Dabei sind Planungen zu passgenauem SEO-Marketing unabdingbar, also unter welchen Suchbegriffen Sie gefunden werden möchten.

Es zählt insbesondere der erste Eindruck, denn enttäuschte User kommen i.d.R. nicht wieder. Deshalb müssen Sie von Beginn an professionell starten und nicht planlos. Viele starten suboptimal und beseitigen ihre Missstände (viel) zu spät. Infolgedessen sind eine ausgearbeitete Strategie sowie Planung (nicht 100% perfekt) essentiell wichtig. Dazu gehören eine ansprechende und moderne Webseite mit werbewirksamen Content in Bild, Text (und Video). Das gilt ebenfalls für Ihre Social Media Kanäle oder Printmedien. Starten Sie also von Beginn an professionell mit Ihrem Online-Marketing, denn im Internet ist vieles in Echtzeit und es vergisst i.d.R. nichts.

 

Mangelndes BWL- und Vertriebskenntnisse

Viele Gründer unterschätzen fehlende Kompetenz bzw. Erfahrung in Sachen Wirtschaftlichkeit oder Vertrieb. Zudem sind nur wenige in der Lage, eine seriöse Kostenkalkulation (mit Abweichungen) zu erstellen oder gar eine Buchhaltung + Steuerabwicklung richtig durchzuführen. Ein immer wiederkehrender Denkfehler ist, dass Umsatz mit Gewinn gleichgesetzt wird oder Umsatz – MwSt. die finalen Einnahmen widerspiegeln. Informieren Sie sich genau über Freibeträge, Gewerbesteuer (ab Einkünfte > 24.500 / Jahr) oder Staffelungen von Einkommenssteuer (ab Übersteigung von 9.984€ Freibetrag).

Wer sich hauptberuflich selbstständig machen will, muss zudem weitere Kosten beachten. Dazu zählen die gesetzliche Krankenversicherung (Pflicht) und optional die (freiwillige) Haftpflicht- Unfall-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung. Wer sichere Einkünfte kalkuliert, zieht grundsätzlich 50% von seinen Netto-Einnahmen ab. Dementsprechend müssen Sie auch Ihre Preise gestalten, inklusive Faktoren wie Inflationsrate, Krankheit oder Flaute. Auf keinen Fall sollten Sie immer über einen Preiskampf bzw. mit „Dumpingpreisen“ kommen, sondern mit Qualität überzeugen.

 

Naive Zeit- und Budgetplanung

Mit Zeitplanung ist insbesondere die Vorbereitungszeit gemeint, ohne sich in unendlicher Perfektion zu verlieren. Denken Sie an die Zeit nach dem Start in die Selbstständigkeit. So sind Aktualisierungen (z.B. Flyer, Webseite, Social Media), Kommunikation (z.B. Service, Fragen, Beschwerden) und Verwaltung (z.B. Steuer, Portfolioerweiterung, Kampagnen) große, aber nötige Zeitfresser.
Vom geregelten Familienleben ganz zu schweigen: In der Startphase müssen Sie auf Ihre Work-Life-Balance achten, denn es läuft nicht mehr so strukturiert wie in einem Angestelltenverhältnis.

Der Traum: Nur das „Nötigste“ oder fast nichts investieren und vieles selbst machen. Danach schnell Geld verdienen, um die Investitionen reinzuholen und Gewinn machen. Ja, das funktioniert, wenn Sie eine innovative Idee haben, wie z.B. den USB-Stick, eine Plattform wie TikTok oder das Tamagotchi. Also sieht die Realität doch meistens anders aus.

Die Realität: Es ist wichtig, die richtigen bzw. passenden Werbemaßnahmen zu ergreifen. Grundvoraussetzungen sind u.a. ein professioneller Google My Business Eintrag, eine moderne Webseite und gängige Werbemittel, wie z.B. Visitenkarten. Zudem benötigen Sie Erfahrung und die kommt nur im Lauf von längeren Zeiträumen bzw. Jahren.

 

Unrealistische Investitionsplanung

Viele denken, dass (Zeit-)Investitionen wie Webseitenerstellung oder Werbemittel einmalig sind. Jedoch ist eine Seite nie 100% fertig, sondern muss laufend aktualisiert bzw. angepasst werden. Des Weiteren wiederholen sich Kosten wie z.B. Domain + Webspace, jährliche Lizenzen, Werbemittel oder gar Werbetechnik wie Fahrzeug- oder Schaufensterbeklebungen.

Professionell selbstständig machen bedeutet auch, die nötige (Büro-)Ausstattung zu beschaffen und einige Dinge effizient outzusourcen. Klassische Anschaffungen sind z.B. PC + Grafikprogramme, Drucker + Papier oder Einrichten eines Geschäftskontos. Beachten Sie zudem den ganzen (unbezahlten) Arbeits- und Zeitaufwand neben Ihrem eigentlichen Kerngeschäft.

Ob Marketingaufwendungen, Briefmarken oder gar Personalbeschaffung bzw. neue Mitarbeiter, verplanen Sie einen Teil Ihrer Einnahmen stets in neue Investitionen. Machen Sie nicht den Fehler und denken, dass jeder verdiente Euro für Ihr privates Konto bestimmt ist. Erfolg bedeutet auch Wachstum und Veränderung. Infolgedessen wachsen auch der Zeit- und Kostenaufwand, was in diesem Fall ein gutes Zeichen ist.

 

Die Geschäftsidee

Selbständig machen Ideen erarbeiten PraxistippsWir beschreiben jetzt nicht Punkte, die Sie sowieso bei der Google-Suche finden. Auch nicht die „Schlaumeier-Variante“: (Fake-)Likes kaufen, Protz-Videos drehen, sinnfreie Rezensionen und Auszeichnungen besorgen oder selbstverfasste Artikel schreiben (z.B. Firmen Stern / Handelsblatt bzw. Unternehmen Focus). Diese Blase platzt innerhalb kürzester Zeit und schreckt die richtigen Kunden ab – besonders, wenn man selbst keinen echten Mehrwert bietet. Auf Dauer zählen eben Leistung und Qualität!

Einzelunternehmen bzw. (Solo-)Selbstständige haben i.d.R. keine neue Idee, die es nicht bereits x-fach am Markt gibt. Vielmehr startet man als Neuling in einen bestehenden Markt. Ob Handwerk, Kosmetik, Healthcare oder Online-Kurse, man ist zwar spezialisiert, aber selten einzigartig. Ebenfalls starten bzw. arbeiten viele Existenzgründer anfangs von Zuhause aus.
Sofern Sie keinen einfachen Webshop (Produkte günstig kaufen und teurer verkaufen) betreiben, kann Ihre Geschäftsidee interessant sein, aber die Rahmenbedingungen sind noch suboptimal.

Unabhängig von der Idee, Leistung bzw. Produkt, Sie müssen neue Interessenten überzeugen. Da man Sie noch nicht wirklich kennt, entscheidet also der (positive) Ersteindruck. Dabei hilft die Auffindbarkeit bei Google, Viralität in Social Media und eine positive Mundpropaganda bzw. Weiterempfehlung. Wer sich also hauptberuflich selbstständig machen will, muss mit seiner Idee den (lokalen) Bedarf abdecken und / oder ein neues Problem bzw. Emotionen (aus-)lösen. Ihre Zielgruppe besteht oftmals aus Wechslern (z.B. unzufrieden mit aktuellem Dienstleister), neu Zugezogenen oder Weiterempfehlungen. Natürlich können Sie auch ganz neue Kunden (über Suchmaschinen oder Social Media) gewinnen.

 

Geschäftsidee entwickeln

Selbstständig machen mit einer eigenen Geschäftsidee: Klar ist, dass die Geschäftsidee zu 100% Ihre Kernkompetenzen abdecken muss, sofern Sie kein Schneeballsystem planen. Des Weiteren muss sie, finanziell gesehen, (langfristig) rentabel sein und die gleichzeitige Erledigung bzw. Umsetzung des Kerngeschäfts kein Problem. Unabhängig von Ihrer Idee sowie Branche, beachten Sie stets diese Punkte:

  • Qualität muss stimmen, unabhängig vom Produkt oder Dienstleistung
  • Mehrwert gegenüber Mitbewerbern, wie z.B. Innovation / Preis-Leistung
  • Langfristigkeit, die über Jahre Ihre Zielgruppe anspricht und bindet
  • Flexibilität auf Trends oder externe Einflüsse z.B. durch Produkterweiterung
  • Konkurrenzsituation im Blick haben, denn gute Ideen werden gern kopiert
  • Vermarktung in Bezug auf Innovationen, Erweiterungen und auch Rechtliches
  • Testen der Geschäftsidee auf Fehler sowie nötige Korrekturen vor dem Start
  • Trends wie Nachhaltigkeit, dürfen die Idee nicht gravierend beeinflussen
  • Geduld & Motivation aufbringen und bestenfalls finanzielle Rücklagen
  • Überzeugung: Wer 100% an sich glaubt, handelt bzw. arbeitet auch motiviert

Natürlich kann man auch eine bestehende Idee weiterentwickeln oder verbessern. Aber auch dann gilt (besonders bei Erfolg) dass die Konkurrenzsituation dauerhaft steigt.

 

Externe Beratung & Kurse

Wer sich selbstständig machen möchte, verfügt selten über das nötige Fachwissen für eine (rechtskonforme) Gründung mit allen Eventualitäten. Deshalb steht man vor der Entscheidung, wie man sich die Fachexpertise einholt. Viele träumen von der Vorstellung, alles (neben dem Kerngeschäft) allein zu bewerkstelligen. Doch das geht auf Dauer meistens schief.

Unabhängig von Ihren finanziellen Möglichkeiten, verfassen Sie einen Businessplan. Dieser beinhaltet u.a. Standort, Chancen & Risiken, Zielgruppe, Finanzierungsplan, Vermarktung u.v.m.. Diesen lassen Sie von einem externen Fachexperten prüfen, um ein professionelles Feedback zu erhalten (vgl. auch Gründer Marketing und Beratung).

IHK- oder Gründerseminare können beispielsweise helfen. Wir helfen Ihnen ebenfalls kompetent in jeder Lage bzw. Situation für eine gelingende Selbstständigkeit. Anders als Inhalte von klassischen Gründerkursen, liefern wir Ihnen gleichzeitig alle nötigen (Marketing-)Tools, die explizit auf Sie zugeschnitten sind. 

 

Marketing und Vertrieb

Wer optimal starten möchte, benötigt eine langfristige Strategie für sein Marketing sowie Vertrieb. Des Weiteren ist Networking ein entscheidender Erfolgsfaktor. Jeder Selbstständige ist z.B. auf externe Partner, Lieferanten oder Dienstleister angewiesen. Nutzen Sie also die Chance, wenn sich gute Synergieeffekte ergeben. 

Marketing
Gerade in der Startphase entscheidet Ihr Marketing über den Erfolg bzw. Misserfolg. Infolgedessen müssen Sie auch Geld investieren. Wer keine Erfahrung für Webdesign oder Webshops hat, muss externe Unterstützung anfordern. Wer erst selbst probiert, verschwendet maximal sein Potenzial, denn enttäuschte User kommen i.d.R. nicht wieder. Sparen Sie also nicht am falschen Ende.
Unter ca. 3.000 – 5.000€ erhalten Sie (extern) keine professionelle bzw. erfolgreiche Webseite (One-Pager, Baukästen oder nur Social Media Ads sind zum Start keine guten Optionen).
Warum? Weil eine Webseite guten Content (SEO, Text, Bild, Video, DSGVO, etc.) benötigt, E-Mail + Signatur, den Aufbau von Backlinks und ein professionelles CI & CD auf allen Werbekanälen u.v.m.!

Vertrieb
Die meisten Verkäufe / Buchungen generiert man über das Internet. Dennoch sind (klassische) Printmedien, Sponsoring oder Werbetechnik (z.B. Autobeklebung) nicht zu unterschätzen. Infolgedessen sollten Sie Ihren Vertrieb mindestens auf 75% (online) und 25% (klassisch) ausrichten. Dabei müssen Sie abwägen, wo Sie explizit werben möchten. Social-Media-Ads + Landingpage sind immer eine sinnvolle sowie ergänzende Maßnahme, sofern Sie einen gut laufenden Account haben. Primär ist aber Ihr Webauftritt (Webseite / Online-Shop) Ihr zentraler Verkaufskanal. Dazu kommen noch (im Idealfall) echte Kundenstimmen sowie Referenzen.

An der Spitze steht natürlich die positive Mundpropaganda. Diese erreichen Sie mit einem zufriedenstellenden Produkt bzw. einer herausragenden Leistung. Bevor Sie in Ihre Marketingplanung investieren, prüfen Sie erst Ihre Leistung oder Ihr Angebot, ob diese bei Ihrer Zielgruppe positiv aufgenommen werden. Wichtig: Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche! Live-Chats, (Image-)Videos oder Werbe-Ads sind zwar gute Werbeträger, zuerst muss aber Ihr Grundgerüst stehen. Dieses können Sie später kontinuierlich erweitern.

Selbstständig machen-Grundlagen-und-Schritte-für-erfolgreiches-Online-Marketing

 

Kosten

Wie hoch sind eigentlich die Kosten, wenn man sich selbstständig machen möchten?
Es gibt keine Richtwerte, weil die Kosten von (Vor-)Erfahrung, PC-Kenntnisse oder Branche abhängig sind. Für mehr Klarheit, haben wir fünf Kosten Beispiele parat (wenn sie alles selbst machen).

  1. Eine Webseite / einen Online-Shop selbst bauen
    ca. 100€ für Domain, E-Mail & Webspace pro Jahr und ein Shop (wie Shopify) ca. 250€ pro Jahr
    –> Unbezahlter Zeitaufwand ca. 100 Stunden
  2. Marke registrieren und ggf. Slogan
    Wenn möglich, sollten Sie Ihren Markenname schützen. Ein DPMA-Markeneintrag kostet ca. 300€
    –> Zeitaufwand für den Markennamen & Eintrag ca. 5-10 Stunden
  3. Lizenzen & Gebühren für nötige (EDV-)Programme
    720€ für die Adobe Cloud oder 100€ für MS-Office & 55€ für Affinity
    –> Persönlicher Zeitaufwand ca. wenige Stunden
  4. Werbemittel wie Visitenkarten oder Flyer
    Mehrere hundert Visitenkarten und Flyer gibt es für ca. 100€
    –> Zeitaufwand ca. 5-20 Stunden
  5. Anmeldung Kleingewerbe
    Oftmals kostet dies „nur“ 25€ und einen Zeitaufwand von 1-2h

Dazu nutzen Sie noch ihr private Dinge wie Laptop und Handy fürs Geschäftliche, erstellen eine Instagram Page + Schaltung von Ads und machen Ihre Buchhaltung selbst. Gar nicht so teuer, oder? Stimmt, doch jetzt gehören Sie mit +90% Wahrscheinlichkeit zu denjenigen, die bald scheitern!

Erfolgreich selbständig machen Kosten BeispieleInsbesondere Webseiten oder Online-Shops benötigen mehr als ein paar Bilder, Produkttexte und Preise. Auch wenn viele Laien dies bewerkstelligen, dementsprechend schaut der Online-Auftritt danach aus. Vom Logo oder den Werbematerialien ganz zu schweigen.

Versetzen Sie sich in die Lage von potentiellen Kunden. Kaufen Sie bei einem Anbieter, den sie gar nicht kannten und dessen Außenauftritte maximal schlechter ausschauen als jede Standardseite von professionellen Webdesigner oder von Amazon, Zalando oder eBay? Wohl eher nicht, obwohl die Produkte / Leistung vielleicht sogar taugen.

Investieren Sie deshalb zumindest in eine fachkompetente Beratung – und zwar von richtigen (Marketing-)Experten / Agenturen mit echten Referenzen! Dies kostet zwar Geld, bringt Sie aber wahrscheinlicher an Ihr Ziel.

 

Kundenservice & Image

Eine oftmals vergessene Arbeit ist der Kundenservice sowie das positive Image nach außen. Damit sind nicht irgendwelche (gekaufte 0-8-15) Zertifikate oder Online-Beiträge gemeint, sondern der echte Kundenservice. Dieser ist so umfangreich, dass es für einen neuen Artikel reichen würde. Deshalb lesen Sie jetzt fünf praxisrelevante Grundlagen bzw. Tipps.

  1. Übertreffen Sie möglichst die Erwartungen Ihrer Kunden, ohne dabei zu lügen
  2. Vermitteln Sie eine wertschätzende bzw. respektvolle Haltung und Kommunikation
  3. Reagieren Sie umgehend und verständnisvoll auf (Online-)Kritik und Beschwerden
  4. Antworten Sie auf Anfragen möglichst am gleichen Tag und wenig automatisiert
  5. Seien Sie kulant, wenn ein Fehler bei Ihrer Leistung bzw. Lieferung unterlaufen ist

Insbesondere beim Image ist hier nicht gemeint z.B. Umweltschutz und Sie trennen Ihren Müll nicht oder fahren mit dem Auto zur Arbeit.
Ihr Image stärken Sie einzig und allein durch guten Service und maximale Qualität. Natürlich helfen gute bzw. kommunikative Fähigkeiten mit Partner oder Kunden auch, aber das liegt nicht jedem. Ebenfalls müssen Sie aufpassen bei übertriebenen sowie vielen Bewertungen (z.B. von Freunden) innerhalb weniger Tagen. Obwohl es sich in diesem Fall um positive Rezensionen handelt, durchschauen viele (neue) User dies und halten Sie für eher unseriös, obwohl Sie vielleicht ganz anders sind.

 

Falsche Kunden & Aktionismus

Selbstständig machen bedeutet auch, von Beginn an mit einem Verbesserungsprozess zu starten. So lernt man auch vieles durch Erfahrung. Immer wieder fühlen sich (neue) Gründer unsicher und versuchen alle Anfrage abzuschließen. Das ist menschlich und anfangs auch nicht verkehrt. Dennoch unterlaufen oftmals die klassischen Situationen wie:

  • Aus Angst vor der (finanziellen) Zukunft, nimmt man jede Kundenanfrage vorerst an
  • Man möchte den (ersten) Kunden alles Recht machen und handelt nicht souverän
  • Das Streben nach Perfektionismus sorgt häufig für Stress sowie Unzufriedenheit
  • Wenn es nicht sofort läuft (wenige Wochen), fängt man mit Preisaktionen (unter Wert) an
  • Unsicherheit kann zu falschen Entscheidungen führen (Schwarzarbeit, schlechte Beratung,…) 

Final gelingt eine hohe Kundenzufriedenheit auch durch die Auswahl der richtigen Kunden. Damit sind Kunden gemeint, die Ihre Leistung / Ihr Produkt richtig wertschätzen und Sie in der richtigen Zielgruppe empfehlen. Dementsprechend bezahlen Sie auch Ihre geforderten Preise, sofern Sie Ihre beste Leistung abrufen.
Deshalb müssen Sie langfristig auch Kunden ablehnen, welche meinen, bei Ihnen um Preise feilschen zu können, sofern Ihre Leistung stimmt. Falsche Kunden können zudem für schlechte Rezensionen sorgen oder wollen immer mehr bei Folgeaufträgen, was letztendlich frustriert und zum Ruin führen kann.

 

Beharrlichkeit

Sie müssen Ihr Konzept konsequent durchziehen, auch wenn es anfangs (finanziell) schwer werden kann. Wenn Sie sich optimal vorbereitet haben (Geschäftsidee, Vermarktung und langfristige Strategie), kommen auch die richtigen Kunden. Sofern Sie weiterhin keine Aufträge generieren, sollten Sie externe Hilfe bzw. Beratung anfordern. Bitte verfallen Sie nicht dem Irrglauben, dass ein paar (Social-Media-)Ads + Landingpage Ihre Probleme lösen und geplant die richtigen Kunden bringt. Vielmehr ist Social Media ein ergänzendes Marketinginstrument für Ihren Imageaufbau und weniger ein (klassischer) Verkaufskanal.

Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1000 Wege, wie man keine Glühlampe baut (Edison)

Scheiter heiter? Im schlimmsten Fall scheitert auch mal ein Vorhaben. Wenn Sie sich aber wenig in der Planung vorwerfen können, ist es leichter zu ertragen. Dann fragen Sie sich nicht im hohen Alter: Was wäre gewesen, wenn…?
Standhaftigkeit: Es gibt nie eine Garantie für (dauerhaften) Erfolg, weshalb so viele Gründer scheitern. Doch scheitern bedeutet nicht gleich, dass Sie aufgeben müssen. Wie sagte schon Edison: „Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1000 Wege, wie man keine Glühlampe baut“.
Die gewonnene Erfahrung kann auch Mut geben, um es beim nächsten Versuch besser zu machen (Fehlerkultur & Verbesserungsprozess).

 

Checkliste Selbstständig machen

Erfolgreich selbstständig machen folgt keiner Formel oder Checkliste. Eine optimale Vorbereitung bzw. Planung erhöht aber die Wahrscheinlichkeit ungemein. Infolgedessen müssen Sie diese Punkte beachten:

  • Eine gute Idee, die sich realistisch am freien Markt behaupten kann
  • Strategie zu USP, Zielgruppe, Marketing, Vertrieb und Preiskalkulation
  • Aufbringung von Kompetenz, Geduld sowie genug finanzielle Mittel
  • Beschaffung von entsprechenden Büromaterial & (EDV-)Lizenzen
  • Erstellung einer rundum professionellen Webseite (mit ggf. Webshop)
  • Social Media als (Image-)Instrument nutzen, aber die richtigen Kanäle
  • Zeitmanagement Planung für laufende Verwaltung und Kundenservice
  • Erledigung von steuerrechtlichen Pflichten (outsourcen oder selbst)
  • Stetige Weiterbildung und Produkt- bzw. Leistungsentwicklung
  • Work-Life-Balance: Privates und Berufliches in Einklang bringen

 

Selbstständig machen mit Support der Marketingwelt Lipp

Wer mit dem Gedanken spielt, sich selbstständig zu machen, profitiert vom USP der Marketingwelt Lipp:
Wir bringen Ihre Vermarktung sowie eigenständige Arbeitsweise auf ein Niveau, dass es Mitbewerbern schwer macht, sich in Ihrem Geschäftsfeld zu behaupten oder neu einzudringen. Die Grundlagen dafür sind u.a. beste Suchmaschinenplatzierungen, einzigartige Webseiten + Content und dauerhafter Support mit Konkurrenzanalyse und entsprechenden Handlungsmaßnahmen.

Wir kombinieren alle wichtigen sowie nötigen Faktoren, damit Sie sich erfolgreich und dauerhaft selbstständig machen. Dafür beraten und coachen wir Sie kompetent, offen kritisch und lösungsorientiert. Zudem bieten wir Ihnen praktischerweise die Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen. So erhalten Sie alles aus einer Hand und müssen nicht andere Coaches, Agenturen, Berater oder Grafiker buchen.

Nicht nur unsere Vielseitigkeit ist ein zentraler Punkt unserer Unique Selling Proposition. Vielmehr umschließt unser Qualitätsversprechen folgende Punkte kombiniert:

  • Zusammenarbeit nur bei realistischer Erfolgsaussicht
  • Immer 100% ehrlich, transparent und erfolgsorientiert
  • Über 23 Jahre Beratungs- und Marketing Knowhow
  • Kreative, professionelle und schnelle Projekt Realisierung
  • Führend in SEO-Expertise und kreatives Schreiben bundesweit
  • Leichte Umsetzung eigner Maßnahmen für Kosteneffizienz
  • Optional dauerhafter und zielorientierter Kundensupport

Eine erfolgreiche bzw. dauerhafte Etablierung unserer Kunden am Markt ist uns wichtig. Deshalb streben wir stets danach, dass Sie auch über die ersten 3-5 Jahre (bis 90% scheitern in dieser Zeit) in unseren Referenzen gelistet sind. Deshalb lehnen wir unprofitable oder unrealistische Anfragen ab und begründen dies stets offen und ehrlich. 

Sie haben bis hier gelesen und wollen sich (immernoch) selbstständig machen? Dann lassen Sie uns gerne loslegen –> zur unverbindlichen Anfrage!

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